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Basilika-Insignien

Basilika-Insignien endlich vollständig...

Die Klosterkirche von Ottobeuren wurde am 25. Januar 1926 zur Päpstlichen Basilika erhoben. Kennzeichen einer Päpstlichen Basilika sind die Papstwappen am Eingang sowie der Padiglione (auch Umbraculum oder Ombrellino genannt), ein gelb-rot gestreifter kegelförmiger Seidenschirm, und das Tintinnabulum, eine liturgische Glocke. Weil die Insignien in Ottobeuren bislang fehlten, scherzte Abt Johannes gegenüber Dekan Sigmund Schänzle von Ochsenhausen, wenn er anlässlich der Erhebung der Ochsenhausener Klosterkirche zur Päpstlichen Basilika am 3. November 2019 den Schirm und das Glöckchen in Auftrag gebe, solle er fragen, ob es bei einer zweifachen Anfertigung jeweils einen Rabatt gebe, dann würde Ottobeuren sich anschließen. Am 25. Januar 2020, dem 94. Jahrestag unserer Erhebung, hielt Dekan Sigmund Schänzle den Gottesdienst am Samstagabend in der Basilika.

Abt Johannes Schaber erzählte in der Vorabendmesse, dass ihn mit dem Dekan „eine langjährige Freundschaft“ verbinde. Im Rahmen der Festpredigt erläuterte Sigmund Schänzle die Funktion des Padiglione als Schirm, der dem Priester früher bei Prozessionen Schutz vor Sonne oder Regen bot. Noch heute werde er in Indien verwendet. Auch der „Himmel“, der bei Fronleichnam über dem Allerheiligsten getragen werden, sei „ein Zeichen des Schutzes“. Auch der Papst gewähre dem ihm verbundenen Gotteshaus seinen besondern Schutz. Die beiden Insignien seien „Symbole dieser Schirmherrschaft“, so Schänzle – eine Art „Personalausweis“.

Das liturgische Glöckchen mit einem schönen hellen Klang war beim festlichen Einzug einige Male zu hören. Das Wort „Tintinnabulum“ sei – so der Dekan – lautmalerisch zu verstehen, eben wie das gehörte „tin-tin“ beim Klang des Glöckchens. Ältere Menschen könnten sich noch erinnern, dass wenn ein Priester mit Laterne und Glöckchen unterwegs war, um z.B. einem Kranken die Kommunion zu bringen, die Gläubigen auf die Knie fielen: Hier kommt der „König der Könige“.

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